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Zwischen Tradition und Innovation

Am 16. Januar 1906 wurde im "partriotischen Gebäude" zu Hamburg der Hamburger Golf-Club gegründet. Ein 50 Morgen großes Terrain von Baron Rücker-Jenisch sollten alsbald angepachtet werden, um darauf einen 9-Loch-Platz zu errichten.

Die Eintragung im Vereinsregister des Amtsgerichtes Hamburg erfolgte am 19. März des gleichen Jahres. Anschließend wurde auf den Wiesen in Großflottbek mit dem Bau des 9-Loch-Golfplatzes (mit einer Länge von 2.349 m) begonnen.

Bereits am 2. September des Jahres 1906 konnte der erste Teil des Golfplatzes eröffnet und das neu gebaute Clubhaus eingeweiht werden.

Im Jahre 1910 war der 9-Loch-Golfplatz in Flottbek zum ersten Mal Austragungsort der Deutschen Meisterschaft, die vom HGC-Mitglied, Frau Gertrud Vorwerk, gewonnen wurde.

Dank der hervorragenden Mitarbeit der tüchtigen Platzarbeiter brauchte der HGC mit seinen vorbildlich gepflegten Grüns einen Vergleich mit englischen Golfplätzen nicht zu scheuen.

Im Jahre 1914 wurde die internationale Herren Meisterschaft von Deutschland erstmalig in Flottbek durchgeführt, jedoch wurde diese nach der ersten Runde wegen Kriegsausbruch abgebrochen.

Bis zum Jahre 1925 zählte der HGC bereits 275 Mitglieder. Als man im Jahre 1926 eine Mitgliederzahl von 329 erreichte, erhielt der Vorstand im Mai 1928 den Auftrag zum Bau eines 18-Loch-Platzes.

Zunächst war geplant, zusätzlich neun Löcher im benachbarten Jenisch-Park anzulegen, dies scheiterte jedoch an der Genehmigung zum Fällen der Bäume. Es galt, ein neues Gelände zu finden.

Tatkräftig von der Stadt unterstützt, bekam der Hamburger Golfclub ein Ersatzgelände zugewiesen. Im Herbst 1928 konnte die englische Firma Frank Harries Ltd. mit dem Bau des Platzes in Falkenstein beginnen. Die weltweit bekannten Golfplatzarchitekten Colt, Alison und Morrison schufen in der Zeit von 1928 bis 1930 ein Meisterwerk englischer Golf-Architektur in 18 Löchern.

Anfangs sollte der neu erbaute Meisterschaftsplatz Falkenstein nur ca. 400 fortgeschrittenen Mitgliedern als „Golfuniversität“ vorbehalten bleiben, während der normale Spielbetrieb in Flottbek weiterging.
Am 24.07.1930 erfolgt die feierliche Einweihung des Golfplatzes Falkenstein und am 1. Oktober 1930 signalisierte die Rot-Weiss-Grüne Clubfahne vor dem Clubhaus in Falkenstein den Umzug von Flottbek nach Blankenese.

Mit dem Wirtschaftswunder stieg auch die Mitgliederzahl stetig. Dies ermöglichte den Bau einer automatischen Bewässerungsanlage sowie die Modernisierung des Maschinenparks.
Falkenstein entwickelte sich zum Meisterschaftsplatz mit internationalem Ruf. Von 1935-1999 wurden in Falkenstein regelmäßig die Deutschen Senioren Meisterschaften ausgetragen.

Im Jahre 1981 gewann Bernhard Langer als erster Deutscher die German Open auf der Anlage des HGC Falkenstein. Acht Mal wurden bisher die German Open auf der Falkensteiner Golfanlage ausgetragen. Im Laufe der Jahre gelang es dem HGC, auch zahlreiche Nationalspieler aus seinen Reihen hervorzubringen.

Die Clubmannschaft gewann mehrmals den Clubpokal von Deutschland und den Europapokal.

Für diese Leistungen wurde der HGC als erster Golfclub überhaupt durch den Bundespräsidenten mit dem silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.